szmmctag
Suche blog.de

  • das handtuch

    das wütende gesicht der büronachbarin.
    nachdem sie das geschirrhandtuch* - "damit wische ich mein geschirr ab? wer weiß, was da alles dran gewesen ist!" auf meinem sessel liegen sah.
    und ich erklärt hatte, dies zum entstauben desselben genutzt hätte.
    auf ihre frage hin, ob das handtuch bei mir sei - "ja" - und wozu und weshalb und ÜBERHAUPT!

    sie hatte recht.
    ein geschirrtuch nimmt man nicht zum sesselsäubern.

    "warum hast du überhaupt den sessel geputzt?" fragt sie mißtrauischund schlimmeres vermutend nach. was auch immer das schlimmere ...

    ich gestehe sofort.
    fehlverhalten.
    sorry.
    "demnächst bringe ich meine handtücher wieder mit."

    nichts hilft.
    sie bleibt wütend.

    .

    meiner kollegin erzähle ich sofort von der kleinen bö im ruhigen alltag.
    um mrs. ungehalten zuvorzukommen. wind aus den segeln. einsicht. öffentlichkeit herstellen.

    .

    mr. freud hätte seine freude am weiteren tagesverlauf -
    ärger und schuld lagen wie ein bleinetz über meinen kundengesprächen.
    und so infizierte ich mich teilweise mit deren schwere statt sie mit meiner leichtigkeit aus dem dunkel zu holen ...

    .

    erst beim abendlichen jogging in polarluft begann sich das schuldmiese gefühl zu entfernen ...

    _________________________________

    * es gibt eine gemeinsame küche und jeder bringt mal handtücher (ich nicht mehr) oder wischlappen oder seife (ich) oder wasserkocher (ich) ... mit.
    kundenabsagen hatten mir freie zeit beschehrt, die ich entsprechend meiner natur frau halt! mit dem putzen meines büroraumes verbrachte.

  • nur ein job

    erfahrung macht demütig.
    so erwarte ich auch von vorträgen, workshops und seminaren nicht das mitdemwissensehensieallesandersundverändernsiediewelt-paket,
    sondern nur noch eine sensibilisierung für das jeweilige thema, anregung, ermutigung .. möglicherweise auch persönliche kontakte.

    überhaupt: empfangen -
    für mich als ninetofive-spenderin urgent.
    zum auffüllen.

    gestern
    medienworkshop im berliner kurier.
    buschheuer - wessi mit hang zu ostfrauen - leitet das (ostberliner)blatt.
    er hätte statt vom boulevardblättchen [zielgruppe: der schlosser aus marzahn] auch der chef von geo oder des tagesspiegels sein können - dezent & geschmackvoll gekleidet, ruhe & fokussiertheit austrahlend.

    später - zum abendessen - saß ich dann statt bei den kollegen mit journalisten zusammen.
    ja, so ganz durch ist das thema nicht.
    schreiben.
    oder reden.

  • das date

    im hackeschen hof war dann wie erhofft -
    mit kleid & komplimenten (als du hereinkamst ... ].
    einen cappuchino später dann mit hugh & a. im kino.

    montag

    a. fährt mich über die autobahn zur arbeit. knapp zweihundert kilometer.
    inklusive sexueller belästigung.
    so sollte jeder tag beginnen.
    auch die fortsetzung ist serienreif: job, dann jogging am abend auf den dunklen, menschenleeren straßen der kleinstadt [irgendwas treibt mich zum haus meiner großmütter - meinem kindheitsort in dieser stadtrandstraße, in dem jetzt mein cousin wohnt].
    nur die nacht endet mit traurigkeit und alleinsein. und einer langen mail. an a. der neben mir schläft [meine verletzung mißachtend/mißdeutend].

    dienstag

    job in der provinz, autobahn, vaters grab *, job in berlin.
    während a. zum tüv fährt und tatsächlich meinen keller aufräumt [mein großer wunsch].
    obwohl er dazu wenig lust hat.
    als ich gegen halb neun von der arbeit komme, muß ich dann nur noch im spinnigen keller die müllsäcke, in denen sich vom kabel bis hin zum elektrogrill aufbewahrtes ansammelte, zum mülltonnentransport freigeben.

    mittwoch/abschied

    "du bist liebenswert" sage ich a. zum abschied.
    der damit zum auto geht - um dann doch noch mal die treppen hochzukommen und mich zu fragen, ob er nur liebenswert sei oder ob ich ihn liebe ... **

    wieder allein.

    .

    können wir morgen telefonieren, wenn a. weg ist?
    kündigte sich gestern bereits pb an.

    __________________________

    * in dem jetzt auch die frau liegt, die ich hasse/ehefrau nummer drei/ wie ich mit erschrecken feststelle - gehofft hatte ich, daß ihr sohn sie seperat beisetzt. oh, ich hatte es so gehofft .. !

    ** das "ich liebe dich" ist für uns beide [noch] ein sperriger satz.

  • schuld & schlaf

    sonnabend - sonntag

    gestern doch noch gejoggt.
    abends am weißen see.
    im regen.
    mit washington square [dlf] im ohr.
    mußte sein.
    nach stundenlangem stubengehocke (berichtschreiben). während a. sich selbst überlassen [schuldgefühl] die zeit mit lap, einkauf & kochen vertrieb.

    später im bett gemeinsam den liebesfilm
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2275646/%22Das-L%C3%A4cheln-der-Frauen%22
    [das lächeln der frauen - die geschichte hatte ich vor einiger zeit gelesen]
    angesehen.
    "ist das sehr hart für dich, SOWAS zu sehen?" [schuldgefühl]
    frage ich a., der in seinem natürlichen lebensraum zu action tendiert.

    nachts erneut ungewohnte schlafprobleme -
    diesmal wandere ich aus. auf die wohnzimmercouch.

    sonntag

    a. - gläubig - hört die dlf-verkündigungen (10.10uhr).
    über die pauschale schuldzuschreibung der katholischen lehre kommen wir ins streiten.
    natürlich kann a. mir nicht folgen, wenn ich gegen die überhöhung des schuldbegriffs ... - und die folgen für heutige beziehungen anstürme.
    tatsächlich habe ich selbst eine - mein mr. freud meint: viel zu schnelle unreflektierte - neigung zu schuldgefühlen. die mich hemmen, aggressive gefühle zu zeigen.
    doch unter dem schuldstreit liegen andere enttäuschungen.
    a.`s über mich (kein bettgeflüster am morgen).
    meine über a. (kein versuch in der nacht, mir die couch zu ersparen und das bett zu überlassen).

  • ein freund, ein guter freund ...

    donnerstag

    eigentlich wollte mich a. von der arbeit im umlandbüro abholen.
    "stau vor magdeburg - sehe dich dann in berlin"
    eigentlich ...
    etwas enttäuscht und verärgert [hätte er nicht früher losfahren können? - stau ist auf der a2 nicht ungewöhnlich.] per bahn & bus & allein auf den heimweg.

    eigentlich hatte ich auch vor, mit a. noch mal "nach lidl" zu fahren.
    kleiner wochenendresteeinkauf. transport im auto.
    nun, dann eben unterwegs in den blaugelben.
    und um acht "vor`m haus" [a. hat noch keinen schlüssel] verabredet.

    auf dem heimweg versuche ich den grad meiner vorfreude zu spüren.
    nichts. da ist nichts.
    kein wangenrot vor erwartung.
    kein adrenalinausstoß.
    kein feuchtwerden.
    das ernüchtert mich. nein, es macht mich kurz traurig.
    der unterschied ist deutlich.
    der unterschied zwischen freundschaft und liebe.

    vor dem haus kein a. es ist acht uhr.
    vielleicht sitzt er auf der treppe vor meiner wohnung?
    aber da würde wohl der sitzen, der mir näher wäre. in seiner spontanität, seiner unkonventionalität.
    kein a.

    einkauf verstaut und "zum chinesen" - um take aways zum abendbrot zu holen.
    a. steht vor dem haus als ich zurückkehre.
    "du bist so schön!"
    empfängt er mich.
    später in der nacht fragt er ob fünf kinder, die er von mir wolle, zu viel seien.

    ja, er ist sehr wohltuend. in seiner zuneigung.
    und die bewunderung schmeichelt.
    besonders da es tage gibt, an denen ich so alt aussehe wie ich bin ...

    freitag

    kaum geschlafen.
    im gegensatz zu a., der nach dem geschmuse immer "buff - weg!" ist.
    es ist wohl das ungewohnte.
    und das unverbundene. niemals könnte ich in seinem arm einschlafen. zuwenig traue ich ihm zu, daß er mich halten kann. zuoft war und ist er verletzt und gekränkt.
    am morgen schmerzt mein rücken.
    ich bin müde und anstrengend.
    bis zum mittag trägt noch seine bewunderung "du bist toll!" schreibt er mir per mail als er für mich kopieren geht, während ich am schreibtisch sitze.

    .

    zwischendurch ruft playboy an.
    "wir skypen, wenn du wieder alleine bist."

    .

    später jogge ich mit ihm um den weißen see.
    das hat er sich gewünscht. und ich habe es nötig.
    noch später fahre ich mit ihm zu einem fachvortrag in die friedrichstraße.
    es ist schön, nicht allein zu sein.

    am abend bitte ich ihn, auf der couch in der stube zu schlafen.
    "damit ich mal schlafen kann"
    gegen sieben am sonnabend morgen hält ihn dann nichts mehr auf der couch ...

    sonnabend

    müde.
    will noch schlafen.
    a. holt brötchen. ich müßte den tisch decken .. - aber ich bin noch so müde.
    a. kommt wieder und deckt den tisch.
    als ich aufstehe und bemängele, daß er mir den orangensaft in ein zu großes glas [eigentlich ist der punkt, daß ich a.`s hang zu verschwendungen nicht mag] eingegossen hat,
    ist er sauer.
    "du wolltest eigentlich gelobt werden - nicht wahr? aber ich decke sonst auch immer den tisch - und da lobt auch keiner." setzte ich noch eins drauf.
    allerdings bin ich rückenschmerzenfrei und entspannt genug, um ihm mit der weißen fahne zu winken.
    alles gut.

    und sonst?
    noch immer viel zu schreiben.
    [nicht hier.] job.
    a. muß sich selbst beschäftigen.
    später vielleicht wieder see.

    für morgen habe ich diese kinokarten [ http://twists.blog.de/2014/11/12/schreibt-liebe-19698926/#c20354668 ] geholt.
    zuvor will ich ihn in der stadt treffen.
    wie zu einem date.
    das wir nie hatten.

Neueste Einträge

mehr Einträge…

Tags

mehr Tags…

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.